Wie Sie den Nutzerfluss optimal planen können

Bevor Sie einen Artikel auf Ihrer Webseite schreiben, sollten Sie überlegen, wie der optimale Nutzerfluss aussehen soll. Ich zeige Ihnen heute, wie das geht.

Das Ziel der eigenen Content Strategie sollte es sein, Nutzer (also reelle Kunden und potentielle Kunden) mit guten Inhalten dazu zu bringen, eine gewünschte Aktion, am besten auf der eigenen Webseite durchzuführen. Nutzer erstmal auf Ihre Webseite zu bringen ist verhältnismässig einfach. Ein Post, ein Tweet oder ein Newsletterartikel mit einem Link zur Webseite und schon kommen Nutzer auf Ihre Webseite. Toll! Wenn Sie mit Werbeanzeigen noch ein bisschen nachgeholfen haben, mit Ihren Inhalten eine gewisse Reichweite zu erreichen, haben Sie nicht nur Zeit sondern auch Geld in diesen Webseitenbesuch investiert.

Der Besucher ist auf Ihrer Webseite… und dann?

Ist das Ziel mit dem Webseitenbesuch bereits erreicht? Wohl eher nicht, denn dieser Besuch hat Ihnen noch nichts gebracht. Viele Nutzer verlassen eine Webseite wieder, wenn sie nicht auf Anhieb gefunden haben, wonach sie suchen. Was also geschehen soll, nachdem der Nutzer auf Ihre Webseite gelangt ist, müssen Sie genau durchspielen, bevor Sie das erste Wort Ihres Webseitentextes schreiben.

Wo soll der Nutzer durchgeleitet werden? Welche Seiten soll er unbedingt besuchen? Wo soll er genau klicken? Wie viele Informationen bzw. Schritte benötigt er bis zum Abschluss? Was bedeutet „Abschluss“, wenn man z.B. keinen Online Shop hat? Es ist wichtig, dass Sie Zeit in die Planung des Nutzerflusses investieren!

Doch wie plant man einen Nutzerfluss genau? Dies möchte ich Ihnen in diesem Artikel kurz und einfach erklären. Das Vorgehen habe ich in drei Schritte aufgeteilt:

1. Personas entwickeln

Entwickeln Sie Beispielkunden, so genannte Personas. Personas helfen, den eigenen Zielgruppen ein Gesicht zu geben. Ein Coiffeurgeschäft entwickelt zum Beispiel die 35-jährige Persona „Lisa“, Lehrerin, die einmal im Monat ihre Haare färben lässt und immer gleich noch ein paar Pflegeprodukte kauft. Eine Schreinerei wiederum entwickelt die Persona „Hans“, 55 Jahre alt, Architekt, der für ein neues, exklusives Wohnungsprojekt eine Spezialanfertigung einer Wendeltreppe bei einer Schreinerei sucht. Pro Unternehmen können verschiedene Personas detailliert ausgearbeitet werden (demografische Aspekte, was ist der Persona wichtig bei der Recherche, dem Kauf und der Nachbetreuung und welche Dinge nerven sie? Etc.).

Aus meiner Erfahrung machen etwa fünf Personas Sinn. Diese Anzahl gibt einen guten Überblick über verschiedene Zielgruppen und Verhaltensweisen der Kunden, ohne das Projekt zu komplex zu machen. Gleichen Sie die entwickelten Personas mit Daten aus Google Analytics ab (dort können Sie beispielsweise wichtige Informationen zu den Nutzerflüssen, demografische Daten und viele weitere für die Personas wichtigen Informationen finden).

2. Customer Journeys erstellen

Wenn Sie die Personas entwickelt haben, überlegen Sie sich, nach welchen Informationen diese in den einzelnen Kanälen suchen. Lisa, unser Coiffeurbeispiel, möchte sich beispielsweise durch Bilder in Instagram, Facebook und Ihrer Webseite für eine neue Haarfarbe inspirieren lassen und ihren monatlichen Termin anschliessend direkt online bei Ihrem Coiffeur buchen können.

Hans sucht auf der Webseite der Schreinerei nach Informationen darüber, was genau angeboten wird (er sucht ja nach einer Spezialanfertigung), ob das Unternehmen schon mit anderen renommierten Architekten zusammengearbeitet hat und nach der Telefonnummer, um die Schreinerei anzurufen. Zeichnen Sie diesen Weg innerhalb der Kundenerlebniskette (=Customer Journey) Schritt für Schritt auf.

Benutzerfluss planen: Customer Journey

3. Nutzerfluss planen

Konzipieren Sie im nächsten Schritt den geplanten Nutzerfluss (ich arbeite dabei oft ganz „offline“ mit Kärtchen und einem Whiteboard, da ich die Kärtchen bei Bedarf immer wieder verschieben kann) und gleichen Sie ihn mit den Bedürfnissen Ihrer Personas und deren Customer Journeys ab. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Stimmen die Informationen, die Sie bereitgestellt haben (Inhalte wie Webseitentexte, Artikel, Bilder, Videos etc.), mit dem Informationsbedürfnis Ihrer Persona überein?
  • Findet Ihre Persona die gewünschten Informationen innerhalb von kurzer Zeit?
  • Weiss Ihre Persona, wo sie genau klicken muss, um zum nächsten Schritt zu kommen?

Passen Sie den Nutzerfluss bzw. die Benutzerführung so lange an, bis Sie alle obigen Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten können.

Schritt für Schritt zum optimalen Nutzerfluss

Dieser Artikel umreisst kurz die wichtigsten Schritte bei der Planung des Nutzerflusses für Ihre Webseite bzw. Ihre Kommunikationskanäle und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Entscheidend ist dabei, dass Sie Ihre Zielgruppen und deren Bedürfnisse genau kennen, wenn Sie Informationen für sie aufbereiten und dass Sie diese Bedürfnisse bei der Entwicklung Ihrer Webseite oder bei der Erstellung von Inhalten konsequent ins Zentrum stellen.

Benötigen Sie Unterstützung?

Ich bin gerne für Sie da und helfe Ihnen, individuelle Personas und deren Customer Journeys zu entwickeln, damit Sie künftig bessere Inhalte für Ihre Zielgruppen aufbereiten können. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

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